Ressourceneffizienz trifft auf Reduktion fossiler CO2-Emissionen

Fossile CO₂-Emissionen reduzieren, gleichzeitig Schrott als Ressource im Kreislauf halten und Lösungen für CO₂ finden, das sich nicht vollständig vermeiden lässt: Das stand im Fokus unseres Carbon4PtL-Projekttreffens bei Fritz Winter

© CENA Hessen / Fritz Winter GmbH

Fossile CO₂-Emissionen reduzieren, gleichzeitig Schrott als effiziente Ressource im Kreislauf halten und Lösungen für CO₂ finden, das sich nicht vollständig vermeiden lässt: Wie diese Herausforderungen in energieintensiven Industrien zusammenkommen, konnten wir letzte Woche bei unserem Projekttreffen im Rahmen von Carbon4PtL beim assoziierten Partner Fritz Winter betrachten.

Bei der Werksbesichtigung von Fritz Winter erhielten wir spannende Einblicke in die Prozesse einer Eisengießerei. Fritz Winter verarbeitet Schrott zu neuen Gussteilen für unterschiedliche Anwendungen und macht diesen damit erneut als Ressource nutzbar. Gleichzeitig ist das Einschmelzen energieintensiv, da hohe Temperaturen benötigt werden.

Dabei kommen unterschiedliche Ofentypen zum Einsatz: Während im Kupolofen Koks eingesetzt wird und dadurch fossiles CO₂ entsteht, können elektrische Schmelzöfen einen Teil dieser Emissionen vermeiden. Gleichzeitig stellen diese Ofentypen höhere Anforderungen an die eingesetzten Materialien. Der Einblick verdeutlichte: Es besteht ein Trade-off zwischen Ressourceneffizienz und der Reduktion fossiler CO₂-Emissionen.

Neben der Emissionsreduktion stellt sich für Industrieunternehmen daher die Frage nach dem Umgang mit CO₂, das sich nicht oder nur schwer vermeiden lässt. Eine mögliche Perspektive ist die Nutzung als Rohstoff zur Herstellung von Power-to-Liquid-Kraftstoffen.

Genau hier setzt Carbon4PtL an: Das Projekt untersucht die gesamte CO₂-Wertschöpfungskette – von industriellen Punktquellen bis zur PtL-Synthese. Im Fokus steht unter anderem, wie schwer vermeidbare CO₂-Emissionen aus industriellen Quellen künftig technisch und regulatorisch nutzbar gemacht werden können.

Vielen Dank an Fritz Winter für die Einblicke sowie an unsere Partner Center for Environmental Systems Research (CESR), Frankfurt University of Applied Science (FRA UAS), INERATEC GmbH und Provadis School of International Management & Technology AG sowie die assoziierten Partner Dyckerhoff GmbH, Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, HIM GmbH sowie Infraserv Höchst GmbH & Co. Höchst KG für den wertvollen Austausch.

Das Projekt Carbon4PtL wird mit rund 0,63 Millionen Euro vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) gefördert.

Mehr Infos zum Projekt Carbon4PtL gibt's hier.

Kontakt

Melanie Grohs

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Projekt- und Kommunikationsmanagerin

+49 151 52510690

Dr. Janine Heck

Dr. Janine Heck

Projektmanagerin CO2-Strategie

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